Was ist RefuBees

Ein Netz kleiner Zufluchtsorte.

RefuBees ist ein Aktionsforschungsprojekt an der Schnittstelle von Ökologie, Stadt und Nachbarschaft und läuft seit mehr als zehn Jahren. Wir arbeiten mit Wissen, mit baulichen Eingriffen im Straßenraum und mit Anwohnern, die sich gemeinsam um Wildbienen kümmern.

Hans Kalliwoda setzt von einer Leiter aus die Biene auf ein BeeTotem
Aufstellung eines Totems

Kurz erklärt

Eine Wildbiene fliegt nicht weit.

Nahrung, Wasser und ein Nistplatz müssen innerhalb von 100 bis 300 Metern liegen. Darum wirkt Verteilung über die ganze Stadt besser als ein einziger großer Park.

Die Idee

Streuung wirkt besser als ein großer Park.

Die meisten Wildbienen fliegen nur 100 bis 300 Meter. Ein großer Park hilft ihnen also wenig. Was hilft: Hunderte kleine Orte, über die Stadt verteilt, jeder abgestimmt auf die Art, die dort zu Hause ist.

Üblich · Korridore

Große Flächen, verbunden durch einen Streifen. Für eine Biene, die 300 Meter fliegt, ist die Stadt dazwischen leer.

RefuBees · Streuung

Viele kleine Orte, die sich berühren. Jeder Punkt ist ein Totem, ein Garten, ein Balkon oder ein Fassadenbeet in Flugweite.

01

Wissen pro Art

Langjährige Feldforschung zu den Amsterdamer Bienen teilt die Stadt in 104 Zonen. Jede Zone bekommt die Art, die dorthin gehört oder dorthin zurückkehren kann.

02

Ein Totem als Knotenpunkt

Ein BeeTotem verbindet Futterpflanzen, Nistplätze, Wasser und Monitoring. Es wirkt für die Biene und bringt Nachbarn zusammen.

03

Anwohner machen mit

Mit „Eine Biene adoptieren“ pflanzen Sie die Blumen der Bienenart Ihres Viertels. So wird jeder Balkon Teil des Netzes.

Detail eines BeeTotems: Nistblock, blühende Pflanzen und eine Biene aus Holz

Das BeeTotem

Ein Totem ist mehr als ein Bienenhotel.

Das Totem bietet Wildbienen Nahrung und Nistplätze und lädt Anwohner zum Mitmachen ein, einfach weil es da steht. So entstehen Treffpunkte, an denen Nachbarn Pflanzen teilen und gemeinsam für ihre Umgebung sorgen.

Man lernt es, indem man es tut: gießen, schauen, wer kommt, und im nächsten Jahr wieder.

Zeitleiste

Vom Experiment zur Methode.

Amsterdam ist die Blaupause. Was hier ausprobiert wird, ist für andere Städte gedacht: In Leiden und in Raitenhaslach (Bayern) steht bereits ein Totem, und Südholland hat das Prinzip der Streuung übernommen.

  1. 2011Start als Experiment unter dem Arbeitstitel BeeCare Amsterdam.
  2. 2013PhDArts-Promotion an der Universität Leiden.
  3. 2014Symposium The City as Nature Reserve.
  4. 2020Die ersten BeeTotems in Amsterdam.
  5. 2024Südholland übernimmt das Prinzip der Streuung.
  6. 2027Viertes Totem: die Baumhummel in Betondorp.

Was steht im Umkreis von 300 Metern um Ihre Haustür?