Über / Netzwerk
Netzwerk
Niemand rettet eine Biene allein.
RefuBees arbeitet mit Ökologen, Botanikern, Gestaltern, Kommunen und Anwohnerinnen und Anwohnern in den Niederlanden und in Deutschland. Sie liefern Wissen, Kritik und manchmal einen Platz für einen Totem. Hier erzählen sie, warum sie mitmachen.

Seit den 1980er-Jahren konzentriert sich das Werk von Hans Kalliwoda auf die Einbeziehung des Publikums in Kunstwerke, Installationen und Interventionen.
Die ganze Geschichte lesen
Seit den 1980er-Jahren konzentriert sich das Werk von Hans Kalliwoda auf die Einbeziehung des Publikums in Kunstwerke, Installationen und Interventionen. Seine konzeptuelle Kunst wurde in zahlreichen Galerien, Museen und öffentlichen Räumen von Kapstadt bis San Francisco gezeigt.
In den vergangenen 25 Jahren war Hans aktiv an Kunst-/Wissenschaftsprojekten beteiligt und arbeitete dabei mit zahlreichen Ingenieuren und Wissenschaftlern zusammen. Von 2000 bis 2005 war er an der TU Delft ein Pionier der fakultätsübergreifenden Zusammenarbeit zu Fragen der Nachhaltigkeit. Später, zwischen 2013 und 2017, nahm er am PhDArts-Programm der Universität Leiden teil.
Diese Erfahrungen haben ihn zu einem außergewöhnlichen Experten darin gemacht, komplexe interdisziplinäre Kooperationen zu orchestrieren und zu leiten, sowohl in der Wissenschaft als auch darüber hinaus.
Als Co-Direktor des TuDelft Urban Ecology and EcoCities Lab bildet Kalliwoda derzeit ein Konsortium aus Wissenschaftlern und Fachleuten, um in internationaler Zusammenarbeit neue Methoden zu entwickeln, mit denen sich städtische Zentren in Schutzgebiete für Bestäuber verwandeln lassen.
Sein Pioniergeist und seine Interventionsprojekte haben ihm die Rolle eines Avantgardekünstlers eingebracht, der das Unmögliche möglich macht. Mit seiner interaktiven Kunst und seinen symbiotischen Abenteuern bringt Kalliwoda Romantik und Utopie in die Realität der Gegenwart.
Foto: Videostill von Frank Theijs

Wolfgang Weisser leitet den Lehrstuhl für Terrestrische Ökologie im Fachbereich Life Science Systems der Technischen Universität München.
Die ganze Geschichte lesen
Wolfgang Weisser leitet den Lehrstuhl für Terrestrische Ökologie im Fachbereich Life Science Systems der Technischen Universität München. Seine Forschung konzentriert sich auf die komplizierten ökologischen Wechselwirkungen zwischen Organismen und die weitreichenden Auswirkungen dieser Wechselwirkungen auf Populationen, Gemeinschaften und Ökosysteme. Sein Hauptaugenmerk liegt auf der Untersuchung der Folgen menschengemachter Landnutzungsänderungen für die Biodiversität und auf der Entwicklung von Strategien für eine nachhaltige Landbewirtschaftung. Die Forschungsmethodik umfasst umfangreiche Feldarbeit und nutzt Insekten als wichtige Modellorganismen.
Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft. Unterstützung für das Projekt BeeTotem for RefuBees
Er erklärt: „Die Bekämpfung des Insektensterbens ist ein dringendes Anliegen, das sowohl wissenschaftliche Forschung als auch gesellschaftlichen Diskurs erfordert. Die Verbindung von Artenschutz, Wissenschaft und Kunst ist ein kraftvoller Katalysator, um weitreichende gesellschaftliche Diskussionen anzustoßen. Deshalb unterstütze ich das Projekt BeeTotem for RefuBees von ganzem Herzen, das sich auf Wildbienen konzentriert, ein Thema, das das kollektive Interesse der Gesellschaft geweckt hat.
Innovative Fallstudie. pädagogische Wirkung und wissenschaftliche Evaluation
Diese innovative Fallstudie hat das Potenzial, zahlreiche Vorteile für die Gesellschaft zu bringen, darunter bildungsbezogene Auswirkungen an Schulen. In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München wird die Wirksamkeit der Maßnahmen wissenschaftlich evaluiert, unter Berücksichtigung verschiedener Einflussfaktoren wie Standort, bestehender Biotopvernetzung und artspezifischer Merkmale. Die große Zahl geplanter Wiederholungsversuche ermöglicht statistisch belastbare Aussagen über das Angebot alternativer Lebensräume für Wildbienen und die damit verbundenen Überlegungen.
Foto: U. Benz/TUM

Koos Biesmeijer ist wissenschaftlicher Direktor von Naturalis, dem niederländischen Naturkundemuseum in Leiden.
Die ganze Geschichte lesen
Koos Biesmeijer ist wissenschaftlicher Direktor von Naturalis, dem niederländischen Naturkundemuseum in Leiden. Außerdem wurde er mit dem Titel eines Professors für Natürliches Kapital in Leiden geehrt, ein Beleg für sein Engagement für Umweltverantwortung. In enger Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Partnern setzt er sich dafür ein, die niederländische Landschaft so zu verbessern, dass sie Bestäuber besser unterstützt und die Biodiversität im großen Maßstab fördert.
Er spielte eine zentrale Rolle bei der großen öffentlichen Einweihungszeremonie des BeeTotems an der Admiralengracht in Amsterdam, indem er die Veranstaltung offiziell eröffnete. In seiner Rede an das Publikum machte er eine bemerkenswerte Aussage: „Dies ist das erlesenste Bienenhotel, das mir je begegnet ist, und ich muss sagen, der BeeTotem ist wirklich beeindruckend. Er unterstreicht das Prinzip, dass wir miteinander verbunden sind und dass es unsere gemeinsame Verantwortung ist, insbesondere für künftige Generationen, dafür zu sorgen, dass wir diese Welt in einem besseren Zustand hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben.
‚Ich bin ungemein begeistert vom BeeTotem-Projekt und hoffe, dass wir bei Naturalis die Möglichkeit für eine ähnliche Aktion finden.‘
Bild: MacSiersImaging

Unsere Zusammenarbeit mit Arie Koster begann 2014 und umfasste eine breite Palette gemeinsamer Vorhaben.
Die ganze Geschichte lesen
Unsere Zusammenarbeit mit Arie Koster begann 2014 und umfasste eine breite Palette gemeinsamer Vorhaben. Sein Engagement war entscheidend, denn er hat uns wertvolle Beratung gegeben, von der sorgfältigen Qualitätskontrolle unserer Bienenhotels bis zur strategischen Positionierung der BeeTotems. Insbesondere hat Arie Koster uns großzügig erlaubt, seine fotografischen Arbeiten für unsere Website zu verwenden, aus seiner umfangreichen und wunderschönen Publikation ‚Pflanzen-Vademekum für Wildbienen, Schmetterlinge und Biodiversität in Gärten‘.
Darüber hinaus hat die Stadt Amsterdam Arie Koster bereits zweimal – 2000 und 2015 – gebeten, im Rahmen der Grünflächenpflege der Stadt umfassende Untersuchungen zu Wildbienen durchzuführen. Mit Blick nach vorn hoffen wir, dass sich diese fruchtbare Zusammenarbeit 2024 auf weitere Forschung für Amsterdam ausweiten wird.
Bild: im Future Pollination Lab auf dem FAB City Campus im Jahr 2016

In seiner Rolle als wissenschaftlicher Direktor des Botanischen Gartens der TU Delft hielt Bob Ursem bei der Einweihung des BeeTotems an der…
Die ganze Geschichte lesen
In seiner Rolle als wissenschaftlicher Direktor des Botanischen Gartens der TU Delft hielt Bob Ursem bei der Einweihung des BeeTotems an der Palmgracht mitten in Amsterdam eine überzeugende Rede. Seine Botschaft war knapp und eindrucksvoll, hier daher ein Auszug: ‚Meine Damen und Herren, in was für eine Welt geraten wir, wenn Bienen und Hummeln nicht mehr fliegen können? Eine beängstigende Aussicht, wenn die Biodiversität so dramatisch abnimmt, dass buchstäblich eine Leere um uns entsteht.
Ich war in China, in Wuhan, wo man erleben konnte, dass weder Vögel noch Insekten noch Heuschrecken in der Luft zu sehen waren; die ganze Landschaft war zu einer völlig tierfreien, biodiversitätsfreien Wüste geworden. Ein Gespenst, denke ich … Zum Glück ist das heute in den Niederlanden noch undenkbar, aber wir steuern schnell darauf zu, vielleicht unbeabsichtigt.
Sie können wirklich etwas dagegen tun. Und damit wende ich mich nun an jede und jeden persönlich.
Das wunderbare Projekt der BeeTotems mildert dieses Problem sogar.
Bei Beetotems for RefuBees sehen Sie schnell schöne Beispiele für einen Bienenfuttertotem und ein Bienenhotel. Die Pflanzen werden in einem Pflanzkasten gesetzt und liefern alle viel Nektar und Pollen für Wildbienen und Hummeln.
Dies sind speziell ausgewählte Pflanzen, die zudem große Mengen an Nektar und Pollen liefern, die genau richtig für alle spezifischen Gruppen von Bienen und Hummeln sind. Viele Wildbienen und Hummeln sind auf bestimmte Arten spezialisiert und daher an bestimmte geeignete Blumenarten gebunden. In den verschiedenen BeeTotems sind deshalb auch sehr unterschiedliche Arten blühender Pflanzen zu sehen, sodass ein breites Spektrum genügend und die richtige Menge an Nahrung für alle bietet.
Das könnte man denken. Ich habe ebenfalls einen Garten oder einen Balkon voller blühender Pflanzen. Wozu brauche ich dann überhaupt einen BeeTotem?
Die Zierpflanzen in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon stammen meist aus dem Gartencenter und werden nach bunten, großen Blüten ausgewählt und gezüchtet, liefern aber wenig bis gar keinen Nektar und sind daher keine Nahrungspflanzen für Bienen und Hummeln.
Es gibt in den Niederlanden nur wenige Pflanzenzüchter, die auf nektar- und pollenproduzierende Pflanzen für fliegende Insekten spezialisiert sind. Im Rahmen dieses Projekts wird dieser Aspekt in den Totems berücksichtigt, indem mit Gärtnereien wie Kruydthoeck und Hessenhof zusammengearbeitet wird.
Wenn wir überall in der Stadt BeeTotems aufstellen, helfen wir, die Biodiversität von Bienen und Hummeln zu verbessern. Sie können die Nahrungskette weiter ausbauen. Dann wird es mehr insektenfressende Vögel und Fledermäuse geben und weniger Belästigung durch blutsaugende Insekten wie Mücken. Kurz gesagt: eine viel bessere Umgebung für die Tiere und für Ihr Wohlbefinden in Ihrer unmittelbaren Umgebung.‘
Foto: Rodolfo Vejar

Matthijs Schouten ist ein angesehener niederländischer Ökologe und Philosoph, der lange Zeit für Staatsbosbeheer gearbeitet hat.
Die ganze Geschichte lesen
Matthijs Schouten ist ein angesehener niederländischer Ökologe und Philosoph, der lange Zeit für Staatsbosbeheer gearbeitet hat. Gleichzeitig übernahm er die Rolle des Universitätsdozenten für Ökologie und Philosophie der Naturwiederherstellung in der Lehrstuhlgruppe Naturmanagement und Pflanzenökologie der Wageningen University. Außerdem ist er Professor für Natur- und Landschaftsschutz an der University of Cork in Irland.
Matthijs Schouten wurde während der Dissertation von Hans Kalliwoda in das Thema Stadt als Naturraum einbezogen und übernahm die Rolle eines zusätzlichen Promotors für diese Forschungsarbeit. Gemeinsame intellektuelle Erkundungen durchquerten oft ein vielschichtiges Terrain, bei dem vor allem tiefgründige Themen wie die Verwobenheit von Mensch und Natur zur Sprache kamen. In diesen fesselnden Diskussionen verbanden sich die Disziplinen Ökologie, Philosophie und Kunst.
Durch seine beratenden Funktionen bei verschiedenen führenden Instituten und Organisationen wurde Matthijs vom Ministerium für Infrastruktur und Umwelt (RWS) häufig als Berater hinzugezogen. Dank seiner Vermittlung ergab sich die Möglichkeit, mit dem Projekt Pollination Lab zusammenzuarbeiten, das sich anschließend zu einer äußerst fruchtbaren Kooperation entwickelte.
Foto: Tedx Apeldoorn

Nico Tillie leitet das Labor für Stadtökologie und Ecocities an der Technischen Universität Delft und ist Research Associate in Urban Ecology…
Die ganze Geschichte lesen
Nico Tillie leitet das Labor für Stadtökologie und Ecocities an der Technischen Universität Delft und ist Research Associate in Urban Ecology sowie Professor im Fachbereich Landschaftsarchitektur. Bis vor Kurzem war er für Solideo Mitglied des Beratungsausschusses der Initiative für nachhaltige Entwicklung für die Olympischen Spiele Paris 2024. Derzeit ist er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von Dutch Greenlabel.
Er ist außerdem Vizepräsident des World Council on City Data und Senior Fellow am Global Cities Institute der University of Toronto in Kanada. Zu seinen bemerkenswerten Beiträgen zählt unter anderem der Vorsitz des World Ecocities Summit 2022 in Rotterdam, einer wichtigen Veranstaltung zur nachhaltigen Stadtentwicklung.
Bild: MacSiersImaging

Mit einem Masterabschluss in Maschinenbau liegt sein beruflicher Schwerpunkt im komplexen Feld der Quantenforschung, wo er als Testingenieur in einem…
Die ganze Geschichte lesen
Mit einem Masterabschluss in Maschinenbau liegt sein beruflicher Schwerpunkt im komplexen Feld der Quantenforschung, wo er als Testingenieur in einem nachhaltigen Umfeld arbeitet. Neben seiner Haupttätigkeit engagiert er sich aktiv in vielfältigen Fragen wie Klimaschutz, Erhalt der Biodiversität und der Einführung zirkulärer Praktiken im Einklang mit den Zielen der Europäischen Union.
Seit 2020 beobachtet er die Wildbienenpopulationen an der TUDelft und in der Umgebung genau und spielt eine wichtige Rolle bei der Durchführung von Fallstudien auf dem Campus.
Bild: unbekannt

Jolanda Maas ist Professorin an der Fakultät für Verhaltens- und Bewegungswissenschaften mit Schwerpunkt Klinische Psychologie am Amsterdam Universitair Medisch Centrum…
Die ganze Geschichte lesen
Jolanda Maas ist Professorin an der Fakultät für Verhaltens- und Bewegungswissenschaften mit Schwerpunkt Klinische Psychologie am Amsterdam Universitair Medisch Centrum (VUmc) in der Abteilung Öffentliche Gesundheit und Arbeitsmedizin und war 2014 ein wichtiger Gast auf unserem Symposium ‚Stadt als Naturraum‘. Dieses erste Treffen markierte den Beginn einer dauerhaften Partnerschaft, denn die folgenden Treffen stärkten das gemeinsame Engagement, verschiedene Forschungsrichtungen zu erkunden und gemeinsame Anstrengungen voranzubringen.
Jolanda Maas hatte schon immer eine Affinität zur Natur, denn als sie jünger war, besuchte sie mit ihren Eltern oft allerlei Grünflächen. Das brachte sie dazu, ihre Dissertation über „Vitamin G“ (Grünflächen als Vitamin) zu schreiben. In ihrer Dissertation untersuchte sie den Zusammenhang zwischen dem Grünanteil in der Wohnumgebung und der Gesundheit. Das Thema war damals sehr fortschrittlich, denn als sie 2005 mit der Forschung begann, gab es dazu nur zwei veröffentlichte Studien.
Auszug aus dem Artikel von Caterina Fagiolari auf https://moss.amsterdam/2023/07/25/interview-with-jolanda-maas/
Bild: Jolanda Maas beim Symposium 2014 / Ruth Hoek

Rosa arbeitet als Doktorandin im Urban Ecology Design Lab an der Technischen Universität Delft.
Die ganze Geschichte lesen
Rosa arbeitet als Doktorandin im Urban Ecology Design Lab an der Technischen Universität Delft. In ihrer Forschung konzentriert sich Rosa auf die transformative Gestaltung niederländischer (Industrie-)Gewerbegebiete. Ihre auf Multifunktionalität ausgerichtete Forschung trägt zur nationalen Ambition bei, diese Gebiete in gesunde, naturinklusive und multifunktionale Arbeitsorte der Zukunft zu verwandeln.
Sie begann im Urban Ecology Design Lab nach ihrem Abschluss cum laude im Masterstudiengang Urbanism an der Technischen Universität Delft mit ihrem Forschungsprojekt Urban Arid Green. Mit Blick auf trockene Klimazonen ist sie Mitglied des Validierungsgremiums des Programms Ecocity Marokko.
Während ihres Studiums gründete sie Wolveprent, um an einzigartigen Gestaltungsprojekten wie dem Projekt Greening NEOM zu arbeiten.
Neben ihrer Arbeit engagiert sie sich ehrenamtlich für Africa Wood Grow, um zur Wiederaufforstung in Kenia beizutragen, indem sie lokale Gemeinschaften stärkt.

Auf der Suche nach einem interdisziplinären Team von Fachleuten, das Arbeitsmethoden für die Umsetzung eines Forschungsprojekts entwickeln sollte, das als Blaupause für andere europäische Städte dienen kann…
Die ganze Geschichte lesen
Auf der Suche nach einem interdisziplinären Team von Fachleuten, das Arbeitsmethoden für die Umsetzung eines Forschungsprojekts entwickeln sollte, das als Blaupause für andere europäische Städte dienen kann, trafen wir Hade Dorst an ihrem Arbeitsplatz bei TNO in Den Haag. Sie ist Forscherin und Beraterin bei TNO Vector, dem Zentrum für gesellschaftliche Innovation und Strategie.
Wir wurden auf ihre Leidenschaft für sektorübergreifende und integrierte Steuerung und Entscheidungsfindung aufmerksam, bei der gesellschaftliche Herausforderungen und strukturelle Hindernisse für physische räumliche Transformationen angegangen und überwunden werden. Im Rahmen urbaner Nachhaltigkeitstransitionen hat sie einen Hintergrund in (Stadt-)Geografie und Nachhaltigkeitstransitionen und legt strukturelle Bedingungen offen, die naturbasierten Lösungen in der Stadt im Weg stehen. Innerhalb der Art von Forschung, die wir betreiben, gibt es vielleicht eine Schnittstelle, die Barrieren durchbricht und Zugang zu den „richtigen Leuten“ schafft, auf die sie abzielt, etwa Bankern, die Investitionsentscheidungen treffen, Türhütern bei großen Projektentwicklern und hohen Beamten in Ministerien. Als wir unser Anliegen vortrugen, bot sie ihre Zusammenarbeit an und sollte Teil des Konsortiums werden.
Da Menschen im Anthropozän den primären „Anteil der Natur“ bilden, vor allem in einem städtischen Rahmen, lassen sich Herausforderungen besser in einer sozioökologischen Perspektive einordnen, die nach zusätzlichem Input aus Wissensgebieten wie Soziologie und Psychologie verlangt, doch das ist ein Thema für einen anderen Blog.

Begegnung mit Caspar Hallmann. Netzwerkziele und Unterstützung für…
Die ganze Geschichte lesen
Begegnung mit Caspar Hallmann. Netzwerkziele und Unterstützung für RefuBees
Im Frühjahr 2023 besuchten wir Caspar Hallmann von der Radboud Universiteit in Nijmegen, nahe der deutschen Grenze. Unser Ziel war es, unsere Netzwerkabsichten zu besprechen und um Unterstützung für die Initiativen RefuBee und Stadt als Naturreservat zu bitten.
Bei unserem Treffen erzählte uns Caspar, dass seine Forschung, hervorgehoben in einer Reuters-Meldung, den Anstoß gab, zu einem viralen Phänomen zu werden. Neben dem Bericht von 2018 (Hallmann-Bericht, unten verlinkt) warnen Wissenschaftler schon lange vor den Anzeichen des Biodiversitätsverlusts und des Zusammenbruchs von Ökosystemen. Wie würden die Zahlen aussehen, wenn wir in den 1960er-Jahren mit dem Messen begonnen hätten? Leider gibt es keine Lösung für die zugrunde liegenden Ursachen wie Egoismus, Gier und mangelnde Empathie.
Der alarmierende Rückgang der Insekten. Ursachen und Folgen
Trotz der Hunderte von Petitionen, die in den vergangenen zehn Jahren von Menschen unterzeichnet wurden, hat es keine Abkehr vom „Business as usual“-Ansatz in ländlichen Gebieten gegeben. Seit Beginn seiner Studie im Jahr 1990 wurde innerhalb von 27 Jahren ein deutlicher Rückgang der Biomasse fliegender Insekten in Schutzgebieten um 75 Prozent festgestellt. Setzt sich dieser Trend fort, könnte er bis 2030 bis zu 99 Prozent erreichen. In einigen chinesischen Provinzen werden Apfelbäume wegen des Mangels an Insekten, vor allem an Bestäubern, bereits von Hand mit Pinseln bestäubt.
Der niederländische Biologe und Autor Midas Dekkers brachte es treffend auf den Punkt: „Insekten, vor allem Bestäuber, spielen eine entscheidende Rolle, denn sie bilden die Grundlage der Nahrungskette.“
Zeichnung: Schloriz

Sein Büro befindet sich im Naturhistorischen Museum in Salzburg, aber den besten Ort, um ihn zu treffen, bietet ein Spaziergang am Ufer der Donau…
Die ganze Geschichte lesen
Sein Büro befindet sich im Naturhistorischen Museum in Salzburg, aber den besten Ort, um ihn zu treffen, bietet ein Spaziergang am Ufer der Donau in der Hochsaison der Bestäuber, oder vielleicht spätabends in einem traditionellen Biergarten. Sein Fachgebiet sind die Wildbienen Österreichs und die Hummeln der Welt, mit besonderem Schwerpunkt auf der Bestäubungsökologie in natürlichen und landwirtschaftlichen Landschaften. Diese Expertise umfasst eine umfangreiche Sammlung von Fotomaterial und ein Repertoire an Vorträgen als Mitglied des Österreichischen Wildbienenrats.
In einem Zeitungsinterview vom 3. Oktober 2022 mit dem Titel ‚Insect Extinction: A Perennial Issue in Vorarlberg‘ ging es um die prekäre Lage der Wildbienen und das allgemeine Problem des Insektensterbens. Anhand verschiedener Fragen gab der Biologe und Wildbienenexperte Johann Neumayer Einblick in die zugrunde liegenden Ursachen. Hier ein Auszug:
Was kann jeder privat tun, um Bienen zu unterstützen? Wer ein Stück Land besitzt – einschließlich eines Balkons mit Blumenkästen – sollte auf Vielfalt statt Einheitlichkeit setzen. Vielfalt wird von vielen zunächst als unordentlich und chaotisch empfunden. Die Natur ist in gewisser Weise ein wildes Durcheinander – aber kein Schweinestall. Wir als Gesellschaft haben eigentümliche Schönheitsideale entwickelt, die weit von der Natur entfernt sind. Idealerweise sollte der Garten sauber und aufgeräumt sein. Aber ökologisch funktioniert das nicht. Hier ist ein Paradigmenwechsel nötig, doch der wird nicht über Nacht geschehen.
Haben wir diese Zeit noch?
Wenn es um Biodiversität geht, müssen wir jetzt alles geben, um positive Veränderungen zu bewirken. Es gibt bereits einige gute Kampagnen, etwa die Initiative „Blooming Vorarlberg“. In der Stadt Salzburg wird der öffentliche Raum wie eine Wiese gestaltet und nicht mehr als Rasen. Es besteht dringender Bedarf an Flächen für Biodiversität.
Quelle https://www.krone.at/2521659
Bild: Hans Kalliwoda

Bernhard Hoiss ist die zentrale Ansprechperson an der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) für zoologische Fragen und zoologische Artenkenntnis mit Schwerpunkt auf Wildbienen, Vögeln und Schwebfliegen.
Die ganze Geschichte lesen
Bernhard Hoiss ist die zentrale Ansprechperson an der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) für zoologische Fragen und zoologische Artenkenntnis mit Schwerpunkt auf Wildbienen, Vögeln und Schwebfliegen.
Der Hauptsitz der ANL befindet sich in der Nähe der Stadt Burghausen, direkt am Ufer der Salzach. Thema und Inhalt des bevorstehenden internationalen Symposiums in Raitenhaslach sind für ihn und sein Team eine Art „Heimspiel“, da sie sich mit seinen täglichen Schwerpunkten und Spezialisierungen decken.
Dank seines umfangreichen Netzwerks hat sich die Zusammenarbeit mit anderen Fachleuten als sehr wertvoll erwiesen, und es sind zahlreiche Möglichkeiten für gemeinsame Vorhaben entstanden.
Bild: Hans Kalliwoda

Einführung:. Besuch im Botanischen Garten…
Die ganze Geschichte lesen
Einführung: . Besuch im Botanischen Garten München/Nymphenburg
Die Aufgabe, das Aussterben des gesamten Spektrums an Bestäuberarten zu verhindern, ist eine Herausforderung, die am besten von Menschen verstanden wird, die am Betrieb botanischer Gärten beteiligt sind. Bob Ursem hat durch seine führende Rolle in verschiedenen botanischen Gärten und seine Amtszeit als Vorsitzender des Niederländischen Verbands Botanischer Gärten sorgfältig ein umfangreiches Netzwerk von Kontakten in der weltweiten Gemeinschaft der botanischen Gärten aufgebaut. In seiner Eigenschaft als enger Mitarbeiter und Berater unserer Initiative, die Methoden entwickeln will, um dieser Aussterbekrise entgegenzuwirken, ermöglichte er eine Einführung in den Botanischen Garten München/Nymphenburg. Dieser Besuch fand an einem kalten Tag im Februar 2023 statt.
Expertengespräche. Vielfalt der Wildbienen in München
Unser Treffen in diesem Botanischen Garten war besonders aufschlussreich, denn wir trafen zwei angesehene Experten, Andreas Gröger und Andreas Fleischmann, die auf Flora beziehungsweise Bestäubungsbiologie spezialisiert sind. Das Hauptziel dieses Besuchs war nicht nur, mehr Unterstützung für Vision und Inhalt unseres bevorstehenden dreitägigen Symposiums mit dem Titel „Devising Urban Conditions to Host the RefuBees“ zu gewinnen, sondern sie auch in die frühen Phasen von Programmgestaltung und Inhaltsentwicklung einzubeziehen.
Innovative Konzepte. Viertel für Bienen in der Stadt
In unseren Gesprächen mit ihnen zeigte sich, dass es in München etwa 230 verschiedene Wildbienenarten gibt. Daraus entstand ein neues Konzept: die Aussicht, die Stadtlandschaft in verschiedene Viertel zu unterteilen, die jeweils auf die besonderen Bedürfnisse einer Bienenart zugeschnitten sind. Im Fall von München könnte dieser innovative Ansatz womöglich alle 230 dieser einzigartigen Arten innerhalb der Stadtgrenzen beherbergen.
Bild: Standbild aus dem Video in der Halle des Botanischen Gartens München/Nymphenburg. Foto unten mit Andreas Gröger und Andreas Fleischmann

Wir hatten die Ehre, eine Einladung zu einem Lobbybesuch im Bayerischen Landtag zugunsten von Wildbienen und Biodiversität zu erhalten.
Die ganze Geschichte lesen
Wir hatten die Ehre, eine Einladung zu einem Lobbybesuch im Bayerischen Landtag zugunsten von Wildbienen und Biodiversität zu erhalten. In der zweiten Sitzung hatten wir Gelegenheit zu einem ausführlichen Gespräch mit Christian Hierneis. Neben seiner Arbeit als Landtagsabgeordneter ist er Direktor der Bund Naturschutz Stiftung und Vorsitzender des Vorstands des Bund Naturschutz in München. Mit rund 660.000 Mitgliedern und Förderern im ganzen Land ist der Bund Naturschutz eine bedeutende Umweltorganisation in Deutschland.
Christian Hierneis ergriff die Initiative, uns mit Dr. Christine Margraf, der Wildbienenspezialistin der Organisation, zusammenzubringen. Unser Treffen fand im Februar 2023 im Naturschutzzentrum München statt, wo wir erfolgreich Kooperationen besprochen haben. Der Schwerpunkt lag auf dem Symposium in Raitenhaslach und den strategischen Schritten, die für die Durchführung eines umfassenden Pilotprojekts in München nötig sind.
Bild: unbekannt

Auf der Suche nach Europas fortschrittlichster 3D-Scan-Einrichtung stießen wir auf die Abteilung Ökologische Netzwerke der Technischen Universität Darmstadt.
Die ganze Geschichte lesen
Auf der Suche nach Europas fortschrittlichster 3D-Scan-Einrichtung stießen wir auf die Abteilung Ökologische Netzwerke der Technischen Universität Darmstadt. Wir vereinbarten umgehend einen Termin mit Michael, um einigen Forschenden der Abteilung unser Konzept der Stadt als (temporäres) Naturreservat und den BeeTotem für RefuBees vorzustellen. Die Reaktionen waren überwiegend positiv, mit großer Begeisterung für unsere Ideen.
In unseren Diskussionen regten einige Forschende an, der Begriff „Totemismus“ sei in deutschsprachigen Gemeinschaften vielleicht nicht ideal, weil der erste Wortteil „Tot“ eine womöglich irreführende Assoziation weckt – im Deutschen steht er für den Tod. Sie befürchteten, er könne fälschlich als esoterisch oder New Age verstanden werden, was nicht viel Unterstützung bringen würde. Dennoch war unsere Brainstorming-Sitzung im Anschluss an die Präsentation von Lachen ebenso wie von wertvollen Einsichten erfüllt. Wir erhielten zahlreiche kreative Ideen und Vorschläge, wie wir unser Konzept in lokalen Vierteln umsetzen können.
Die 3D-Scan-Ausrüstung, die zur Erfassung der feinen Details der Bienenexemplare verwendet wird, stammt von einer besonderen gemeinnützigen Organisation namens Dinarda, die sich auf die Pflege eines digitalen Archivs historischer naturbezogener Daten spezialisiert hat. Sebastian hat eine entscheidende Rolle dabei gespielt, substanzielle Hilfe zu leisten, wobei er viel Zeit und Mühe investiert hat, die Scans sorgfältig durchzuführen und die digitalen Dateien zu verfeinern, um ihre Qualität und Genauigkeit zu gewährleisten.
Bild: Standbild aus dem Video des Gesprächs mit Michael Heethoff und Sebastian Schmelzle

Da wir in ganz Europa ständig nach zukunftsweisenden Menschen im Bereich der Stadtökologie suchen, haben sich unsere Wege glücklicherweise mit denen von Gabino gekreuzt.
Die ganze Geschichte lesen
Da wir in ganz Europa ständig nach zukunftsweisenden Menschen im Bereich der Stadtökologie suchen, haben sich unsere Wege glücklicherweise mit denen von Gabino gekreuzt. Kurz darauf erhielten wir eine Einladung von Claudia Schnugg, einer externen Partnerin von Quo Artis, einer in Barcelona ansässigen Stiftung, die Kunst und Wissenschaft verbindet. Diese Einladung führte zu einem Zoom-Meeting, an dem auch Gabino teilnahm.
Er ist ein erfahrener Landschaftsarchitekt und Projektmanager, der sich mit großem Engagement für die Verbesserung der städtischen Biodiversität durch naturbasierte Lösungen einsetzt. Mit mehr als 16 Jahren Erfahrung als interner Berater des Stadtrats von Barcelona hat er erfolgreich Maßnahmen und Techniken zur Renaturierung der öffentlichen Räume der Stadt umgesetzt. Seine Expertise umfasst Landschaftsarchitektur und Landschaftsgestaltung für öffentliche, gewerbliche und private Projekte, sowohl national als auch weltweit.
Er ist ein angesehener Vordenker auf seinem Gebiet, wird regelmäßig als Redner zu verschiedenen Foren eingeladen und ist Autor zahlreicher Publikationen, Artikel und Essays. Er ist Mitglied des Vorstands des Spanischen Verbands für öffentliche Parks und Gärten, wo er für Kommunikation und internationale Beziehungen verantwortlich ist. Außerdem gehört er dem Vorstand von World Urban Parks an.
Neben seiner beruflichen Tätigkeit ist er für seine kreative Verschmelzung von Kunst, Wissenschaft, Design und Umwelt bekannt. Er arbeitet mit Quo Artis und dem Kollektiv Epicuro Lab zusammen und schafft Kunstwerke und Interventionen auf Basis der Biodiversität, die soziale und ökologische Fragen aufgreifen.
Bild: Screenshot des Zoom-Meetings mit Claudia Schnugg, Tatiana Kourochkina, Gabino Carballo und Hans Kalliwoda
Europäisches Netzwerk
Forschende, Kommune oder Gärtnerei?
Wir bauen ein europäisches, interdisziplinäres Netzwerk rund um städtische Zufluchtsorte für Wildbienen auf. Schließen Sie sich an.